Gäste wollen Registrierung per App

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Registrierung Corona App
Photo by Markus Winkler on Unsplash

Nur jeder 5. Gast will eine Registrierung mit Papier

In einer Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom im April und Mai 2021 durchgeführt hat wurden 1.004 Menschen in Deutschland ab 16 Jahren befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragen lauteten: „Wenn Restaurants und Cafés oder kulturelle Veranstaltungen wie Theater und Kino unter der Maßgabe, dass alle Gäste registriert werden müssen, wieder öffnen würden, auf welche Weise würden Sie sich dann am liebsten registrieren lassen?“; „Warum würden Sie sich am liebsten handschriftlich registrieren lassen?“, „Welche Vorteile sehen Sie in der elektronischen Registrierung per Corona-Warn-App oder einer anderen App zur Kontaktverfolgung?“

Kurz vor dem Pfingstwochenende haben viele Bundesländer ihre Außengastronomie wieder geöffnet, zugleich sind kulturelle Veranstaltungen unter bestimmten Auflagen erlaubt. Die Voraussetzungen für die Gäste sind dabei zwar höchst unterschiedlich, beinhalten aber meistens, dass die eigenen Kontaktdaten hinterlegt werden müssen. Die Menschen in Deutschland haben dafür eine deutliche Präferenz:

BitKom Registrierung via App Infografik

Mehr als die Hälfte (55 Prozent) möchte sich am liebsten per App registrieren: 28 Prozent bevorzugen die Registrierung über die Corona-Warn-App, 27 Prozent eine andere App, etwa die Luca-App oder eGuest. Lediglich ein Fünftel (21 Prozent) möchte sich handschriftlich registrieren: 19 Prozent auf einer ausliegenden Liste sowie 2 Prozent auf einem Zettel, der beim Personal abgegeben wird.

Ältere Menschen bevorzugen die Papierhafte Registrierung

Vor allem ältere Menschen bevorzugen dabei die Variante auf Papier: 35 Prozent der Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren wollen sich lieber handschriftlich registrieren – jedoch nur 19 Prozent der 50- bis 64-Jährigen, 16 Prozent der 30- bis 49-Jährigen sowie 14 Prozent der 16- bis 29-Jährigen.

Die Jüngeren sind dagegen Vorreiter, wenn es um die digitale Erfassung geht: 70 Prozent der 16- bis 29-Jährigen, 63 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und 61 Prozent der 50- bis 64-Jährigen setzen auf eine Registrierung per App – bei den über 65-Jährigen sind es noch 27 Prozent.

„Papierlisten, die von jedermann eingesehen werden können, sind nicht nur aus Datenschutzgründen absolut ungeeignet – sie sorgen auch für einen immensen Aufwand, wenn es darum geht, Infektionsketten schnell zu unterbrechen. Wenn Gastronomiebetriebe erst umständlich Telefonnummern entziffern müssen und womöglich auch auf Fantasienamen stoßen, geht wertvolle Zeit verloren“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „Eine App-Lösung ist nicht nur fälschungssicher, sie informiert potenziell Infizierte auch unmittelbar, einige melden ein Infektionsgeschehen auch direkt ans Gesundheitsamt.“

Gäste sehen die digitale Registrierung als sicherer, einfachen shneller und unkomplizierter an

Diejenigen, die die Registrierung per App bevorzugen, nennen vor allem eine unkomplizierte Erfassung der Daten als Vorteil (50 Prozent). Fast ebenso viele (47 Prozent) heben die bessere Unterstützung der Gesundheitsämter hervor. Etwas mehr als ein Drittel sieht die schnellere Unterbrechung von Infektionsketten als Vorteil (37 Prozent). Ein Viertel der Menschen in Deutschland sieht ein geringeres Infektionsrisiko, da der Kontakt zu Stift und Papier vermieden wird (24 Prozent).

Bei denjenigen, die eine handschriftliche Registrierung vornehmen wollen, nennen die meisten als Grund, dass eine Registrierung auf diese Weise einfacher sei als per App (42 Prozent). 39 Prozent machen sich Sorgen um den Datenschutz und 35 Prozent besitzen kein Smartphone.

Berg: „Wer kein Smartphone besitzt, darunter auch Kinder, kann in bestimmten Fällen etwa einen Schlüsselanhänger mit QR-Code nutzen. In manchen Städten werden diese bereits in Testzentren oder weiteren öffentlichen Stellen ausgegeben. Nach der Ausgabe der Anhänger müssen diese online registriert und einmalig die Kontaktdaten eingegeben werden. Die Trägerin oder der Träger können dann – falls notwendig – kontaktiert werden.“

8% würden nicht ausgehen wenn die Registrierung Pflicht wird

8 Prozent sagen übrigens, sie würden grundsätzlich nicht in Restaurants oder zu Veranstaltungen gehen, wenn sie sich dafür registrieren müssten. 13 Prozent wollen mit dem Besuch warten, bis die Pandemie komplett vorüber ist.

Mehr Informationen unter bitkom.org, Luca App, Corona Warn App oder eGuest

Peter Schimpl

Peter Schimpl

Vor der Gründung von Digital Lunch war Peter Schimpl mehr als zehn Jahre als CIO für McDonald’s Deutschland und als Geschäftsführer eines Münchner IT-Unternehmens tätig. In diesen Positionen zeichnete er für Konzeption, Umsetzung und RollOut digitaler für Handel und Systemgastronomie verantwortlich. Durch die nach wie vor sehr enge Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der Branche kann er auf einen großen Erfahrungsschatz in der IT bauen.