Digital Menu Board – Trends 2021

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trends 2021 teaser bild
Unsplash photo

Was sind die Trends 2021 im Bereich von digitalen Menü Boards? In der System-Gastronomie wird gezielt auf die Einführung von innovativen Technologien zur Verbesserung des Service-Erlebnisses, Automatisierung von Prozessen und zusätzlichen Möglichkeiten zur Interaktion mit dem Gast gesetzt. Diese Fokussierung auf die Chancen der Digitalisierung ist ggf. ein Grund warum die Systemgastronomen der klassischen Gastronomie im Moment noch etwas voraus sind.

Neben Selbstbedienungs-Systemen oder Web- und Mobile Ordering ist die konsequente Einführung von Digital Signage, hauptsächlich im Bereich der digitalen Menu Boards ein strategisch wichtiges Projekt.

Wir haben die Trends aus unserer Sicht herausgearbeitet:

1. System-on-Chip-Technologie

Bei Bildschirmen mit der sogenannten System-on-Chip (SOC) Technologie ist der Media Player bereits in die Bildschirme integriert und ein zusätzlicher bzw. externer Media-Player wird nicht mehr benötigt. Dies reduziert die Komplexität des Gesamtsystems, Hardware- und Installations-Kosten sowie Kompatibilitätsprobleme.

Beispiele sind Samsung mit Tizen oder LG mit WebOS.

2. Verbesserte Integration mit POS und WaWi

Aktuelle Software-Systeme erlauben es Informationen aus externen Systemen wie z.B. dem Kassensystem, dem Internet oder dem Warenwirtschaftssystem dynamisch in die Inhalte der Menu Boards zu integrieren. So können z.B. die Preise aus dem Kassensystem und die Verfügbarkeit (ausverkauft) oder Bilder aus dem Warenwirtschaftssystem übernommen werden. Dies reduziert die Kosten für Content-Verteilung und -Management und erlaubt die Erstellung von Templates zur schnellen Verteilung in die angeschlossenen Stores. 

3. Einsatz im Drive, Terrasse und Eingangsbereich

Die Ausdehnung der Digital Menu Board Lösungen in den Außenbereich der Stores ist notwendig um Prozesse zu vereinheitlichen (z.B. Content-Management) und Kosteneinsparung (z.B. bei den Druckkosten) zu realisieren. Für den Einsatz ergeben sich vielfältige Möglichkeiten: von der „Speisekarte“ im Eingangsbereich bis hin zu kompletten Digital Menu Board Lösungen im Drive-In.

Die Marktführer der Branche wie z.B. McDonald’s sind bereits in der flächendeckenden Umsetzung in USA und Europa. Dies haben auch die Hersteller wie z.B. Samsung erkannt und bieten verschiedene SOC Lösungen für den Aussenbereich an.

4. Flexiblere Day-Parts

Die Aufteilung der Inhalte auf verschiedene Tageszeiten (Day-Parts) hat sich schon lange als einer der Umsatztreiber für digitale Menu Boards etabliert. Die klassische Verteilung von Frühstück und Mittag/Abend wird aber mehr und mehr durch flexible Zeitfenster abgelöst. Wir sehen aktuell bis zu sechs verschiedene Day-Parts sowie die Unterscheidung von Kanälen wie z.B. In-Store und Drive-In.

5. Erweiterung vom Kunden- zum Mitarbeiter-Informationssystem

Durch die Flexibilität der Systeme und die immer besser werdenden Funktionen der Software (wie z.B. interaktive Displays) ergeben sich zusätzliche Nutzungsmöglichkeiten. So kann ein gut implementiertes Digital-Signage System auch für Mitarbeiterinformation (z.B. im Pausenraum) oder Mitarbeiterschulung genutzt werden. Der Einsatz der Lösungen in der Produktion/Küche zur Anzeige von Rezepturen oder operationalen Anweisungen ist ebenfalls schon im Einsatz.

Die Vorteile der Erweiterung des digitalen Menu Boards in andere Bereiche liegen in der Nutzbarkeit bestehender Content Management Prozesse, der zentralen Verwaltung und Verteilung von Inhalten, sowie in der Verringerung der Komplexität.

6. Personalisierung durch ML/KI

Eine vollautomatisierte Personalisierung der Inhalte auf bestimmte Zielgruppen ist das langfristige Ziel vieler Marketing-Strategen. Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz machen dies möglich.

So können vorhandene Daten (z.B. von Loyalitäts-, Kassen-, WaWi-Systemen, Kameras) verarbeitet und durch externe Datenquellen (z.B. Wetter, Verkehr) ergänzt werden. Maschinelles Lernen erkennt Muster und Gesetzmäßigkeiten und kann Anzeige-Gruppen / Zielgruppen automatisch identifizieren. Dies erlaubt es KI gestützten Systemen die Inhalte der digitalen Menüboards dynamisch und selbstständig zu generieren, aufzubereiten und darzustellen. Obwohl dies wie ferne Zukunft klingt, haben Unternehmen wie McDonald’s dies bereits im Einsatz.

Peter Schimpl

Peter Schimpl

Vor der Gründung von Digital Lunch war Peter Schimpl mehr als zehn Jahre als CIO für McDonald’s Deutschland und als Geschäftsführer eines Münchner IT-Unternehmens tätig. In diesen Positionen zeichnete er für Konzeption, Umsetzung und RollOut digitaler für Handel und Systemgastronomie verantwortlich. Durch die nach wie vor sehr enge Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der Branche kann er auf einen großen Erfahrungsschatz in der IT bauen.