Lieferung durch Drittanbieter?

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Uber Eats Lieferung Drittanbieter
Photo: Unsplash

Laut Prognosen wird die Gesamtanzahl von Online-Bestellungen um 300% steigen. Dies hat wiederum einen deutlichen Anstieg von Auslieferungen zur Folge, welcher voraussichtlich verstärkt durch Drittanbieter abgewickelt werden wird.

Dabei haben Auslieferungen durch Drittanbieter neben der schwer kontrollierbaren Qualität, der unsicheren Verfügbarkeit von Fahrern und der fehlenden Prozess-Transparenz vor allem das Problem der hohen Kosten.

Im Durchschnitt liegen die Gesamtkosten pro Lieferung in einer Spanne zwischen 15 und 30% des Auftragswertes. Der Gegenwert der Lieferkosten liegt für die Betreiber auf der Hand und liegt vornehmlich auf der Personalseite (keine Kosten und Aufwände für Einstellung, Ausstattung, Verwaltung und Sicherheit) und dem Management der Fahrer im Restaurant.  

Da wir von massiven Kosten sprechen, ist es wichtig diese im Detail zu kennen und die Prozesse zu verstehen, zu optimieren und wo möglich zu automatisieren.

Die Schlüsselfaktoren:

  • Eliminieren Sie die zusätzliche manuelle Auftragserfassung am Kassensystem durch Nutzung automatisierter Kassenschnittstellen
  • Machen Sie sich unabhängig von den Systemen (z.B. Tablets) der Aggregatoren
  • Nutzen Sie Zusatzsysteme (sobald verfügbar) wie bringg, onfleet, chowly um Prozesse zu automatisieren und Ihre Datenbasis (Daten sind Wissen) zu erweitern
  • Integrieren Sie Daten der Lieferung in Ihre täglichen Berichte und das Controlling
  • Kennen und kontrollieren Sie Ihre (tatsächlichen) Kosten pro Lieferung aktiv
  • Nutzen Sie die Daten, bleiben Sie flexibel und passen Sie sich den Bedürfnisse Ihrer Kunden an
  • Kalkulieren Sie den „Tipping Point“ (z.B. Anzahl von Bestellungen, Umsatz) welcher die Lieferung durch eigene Mitarbeiter für Sie finanziell attraktiv machen würde. Langfristig vielleicht eine Option…

Fazit

Der „ROI“ der Lieferung durch Drittanbieter kann durch Analyse, Automatisierung und Optimierung durchaus verbessert werden. Vom Kassensystem und den Bestell- und Lieferdiensten unabhängige Tools erhöhen dabei die Flexibilität des Gesamtprozesses.

Peter Schimpl

Peter Schimpl

Vor der Gründung von Digital Lunch war Peter Schimpl mehr als zehn Jahre als CIO für McDonald’s Deutschland und als Geschäftsführer eines Münchner IT-Unternehmens tätig. In diesen Positionen zeichnete er für Konzeption, Umsetzung und RollOut digitaler Lösungen für Handel und Systemgastronomie verantwortlich. Durch die nach wie vor sehr enge Zusammenarbeit mit führenden Unternehmen der Branche kann er auf einen großen Erfahrungsschatz in der IT bauen.